Artenvielfalt - Artenschutz

Bergmolchweibchen © F. Grawe

Das Schutzgebietsnetz Natura 2000 dient neben dem Schutz von Lebensräumen auch direkt dem Schutz zahlreicher gefährdeter Tiere und Pflanzen. Ganz offensichtlich wird dies bei den Vogelschutzgebieten wie dem Unteren Niederrhein, eines der ältesten EG-Vogelschutzgebiete in NRW. Ausgewiesen wurde es zum Schutz selten gewordener Brutvogelarten der Feuchtwiesen und zum Schutz der arktischen Wildgänse, die hier jeden Winter zu tausenden einfliegen und für die NRW damit nicht nur europaweit Verantwortung trägt.

Ein anderes Beispiel ist der Mittelspecht, der sich besonderes gerne in Eichen-Hainbuchenwäldern oder alten Eichenwäldern auf Sand einfindet. Die wiederum haben nun einen ihrer Verbreitungsschwerpunkte in NRW, woraus sich die besondere Verantwortung für den Erhalt dieser Lebensräume ergibt. Ähnliches gilt für den Rotmilan, dessen Verbreitung sich europaweit praktisch auf Deutschland beschränkt. Auch daraus ergibt sich dann wieder eine besondere Verantwortung für die NRW-Bestände.

Auch manches FFH-Gebiet wurde nur aus einem Grund ausgewiesen, eine ganz bestimmt Art zu erhalten. Zu den Arten anderer Tiergruppen, für deren Erhalt Nordrhein-Westfalen gemäß der FFH-Richtlinie eine besondere Verantwortung trägt, zählt zum Beispiel die Gelbbauchunke. Nur noch in wenigen Gebieten ist diese stark gefährdete Amphibienart zu finden. Ein länderübergreifendes Projekt zum Schutz dieser seltenen Tiere, das vom Bundesumweltministerium im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt (BBV) finanziell unterstützt wird, und an dem der NABU und mehrere biologische Stationen in NRW beteiligt sind, soll nun helfen, den Bestand der Art zu sichern.

Aber auch der Hirschkäfer, den man gerne in alten Buchen- und Eichenwäldern antrifft, die vom Aussterben bedrohte Helmazurjungfer, der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Flussmuscheln und Bitterling, Mops- und Bechsteinfledermaus, Biber, Frauenschuh und Schwimmendes Froschkraut zählen zu den Arten, die durch Natura 2000 in Nordrhein-Westfalen besonders geschützt sind. 

In vielen Gebieten, die wir Ihnen zusammengestellt haben, werden von den betreuenden Biologischen Stationen und ehrenamtlichen Naturschützern der örtlichen NABU-Gruppen Führungen angeboten. Nehmen Sie sich Zeit und erleben die Natur dieser wunderbaren Gebiete unter fachkundiger Leitung und vielleicht werden Sie mit der ein oder anderen besonderen Begegnung belohnt.

Richtiges Verhalten

Schutzgebiete, Pflanzen und Tiere sind angewiesen auf unsere Rücksichtnahme. Klicken Sie auf das Foto und informieren Sie sich über die wichtigsten Regeln zum Schutz der Natura-2000-Gebiete.

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