Emsaue bei Telgte

Lebensräume Feuchtgrünland, Seen, Flüsse
Pflanzenarten Wacholder, Sumpfdotterblume, Sumpfblutauge, Breitblättriges Knabenkraut, Blasensegge, Fieberklee, Langblättriger Ehrenpreis
Tierarten Uferschwalbe, Kammmolch, Königslibelle, Gebänderte Prachtlibelle, Gemeine Keiljungfer, Dünen-Sandlaufkäfer, Sumpfschrecke, Nierenfleck-Zipfelfalter, Hauhechel-Bläuling, Wildbienen, Laubfrosch, Quappe, Aland, Neuntöter, Dorngrasmücke, Bekassine, Kiebitz, Eisvogel, Flussregenpfeifer, Ringelnatter, Zauneidechse, Barbe, Grabwespen
Emsaue
Emsaue © NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.

Die Emsaue bei Telgte besteht aus drei in sich abgeschlossenen Gebieten: Vadrup, Lauheide und In den Pöhlen, die jeweils ca. 30 Hektar groß sind. Was als Modellprojekt begann, ist zu einer Erfolgsgeschichte für den Naturschutz geworden. Denn unter dem Einfluss der "wild" lebenden Weidetiere hat sich eine ungeahnte Biotop- und Artenvielfalt entwickelt.

"Wilde Weiden" wie die in der Emsaue gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Europas und eine Begegnung mit den imposanten Tieren ist ein außergewöhnliches Naturerlebnis. Im Rahmen eines EU-LIFE-Projektes hat die Bezirksregierung Münster unter anderem hier im Bereich Vadrup den vormals begradigten Emsverlauf renaturiert, die Steinschüttungen am Ufer entfernt und zwei abgetrennte Altarme wieder an die Ems angeschlossen. Auch das ursprüngliche auentypische Relief aus Flutrinnen und Sandkuppen, das im Zuge des Emsausbaus verschwand, konnte auf der ca. 33 ha großen Fläche in Teilen wieder hergestellt werden.

Die natürlichen Uferabbrüche und Sandbänke werden heute von Eisvögeln und Uferschwalben sowie von seltenen Laufkäfern, Wildbienen und Grabwespen besiedelt. Im Feuchtgrünland brüten Kiebitz, Grau- und Kanadagans. Dichte Auwaldgebüsche und Heckengehölze bieten ideale Strukturen und Brutmöglichkeiten für zahlreiche Vogelarten, darunter Grünspecht, Kleinspecht, Nachtigall und Neuntöter. Auch den melodischen Ruf des Pirols können Sie in der Emsaue regelmäßig hören. 

Von dem flussnahen Beobachtungsturm aus kann man sehr schön den Blick über die "Serengeti an der Ems" schweifen lassen. In der Emsaue nördlich des Waldfriedhofes Lauheide befindet sich ein weiteres vom NABU betreutes Weidegebiet mit ganzjährig frei lebenden Konik-Pferden und Heckrindern. Der 24 ha große Flussabschnitt zeichnet sich durch eine besondere Naturnähe und Lebensraumvielfalt aus. Auch hier wurde die ehemals begradigte Ems von der Bezirksregierung Münster renaturiert und ihr Verlauf durch den Wiederanschluss von Altarmen verlängert. Besonders schöne Einblicke in das Weidegebiet bieten sich von der Emsterrassenkante am Nordrand des Waldfriedhofes (zu erreichen über einen ausgeschilderter Rundweg, der am Eingang zum Friedhof beginnt). Das Naturschutzgebiet "In den Pöhlen" ist die dritte Weidefläche in der Emsaue. Die Flussniederung mit ihren Sandkuppen, Gewässern und Gehölzgruppen wird durch einen alten, weitgehend verlandeten Emsverlauf geprägt.

Kontakt

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.
Westfalenstr. 490
48165 Münster
02501-9719433
www.nabu-station.de
info@NABU-Station.de

NABU-Naturschutzstation Münsterland e.V.

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Zusätzliche Infos

Alter Adelssitz Haus Langen bei Westbevern, einem Ortsteil von Telgte mit 3.792 Einwohnern. Westbevern liegt nördlich von Telgte an der Bever, die den Ort von Ost nach West durchfließt und hinter dem zu Westbevern gehörigen Adelssitz Haus Langen in die Ems fließt. Westbevern grenzt an Greven, Ostbevern und Ostbevern-Brock.

Mittelpunkt des Ortes ist die Pfarrkirche Ss. Cornelius und Cyprianus (Gemeinde St. Marien, Telgte). Der Unterteil des Turmes stammt aus dem 13. Jahrhundert, während das neogotische Langhaus 1897-1898 errichtet wurde. Wertvollstes Stück der Kirchenausstattung ist der Gröninger Altar von 1631; er wurde vom Domdechanten zu Hildesheim und Münster Heidenreich von Letmathe gestiftet. Der Adelssitz Haus Langen mit einer alten Doppelmühle liegt unweit der Bevermündung in die Ems.

Waldfriehof Lauheide - ein Ort der Ruhe und Erholung. Der Name setzt sich aus 'Lohe' und 'Heide' zusammen - die Bauern der Umgebung gewannen aus den Rinden der dortigen Eichen Lohe, um damit Leder zu gerben. Die Bauern schälten die Bäume und schnitten sie immer wieder zurück, so dass die Eichen danach mehrstämmig austrieben, was im 'Eichendreieck' des Friedhofs noch zu sehen ist.


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