Vennhochfläche bei Mützenich

Lebensräume Feuchtgrünland, Heide, Übergangs- und Schwingrasenmoore, Birkenmoorwald, Monschauer Heckenlandschaft
Pflanzenarten Glockenheide, Scheiden-Wollgras, Blutwurz, Gewöhnliche Moosbeere, Fieberklee, Sonnentau, Rauschbeere
Tierarten Neuntöter, Schwarzkehlchen, Baumpieper, Bekassine, Hochmoor-Perlmutterfalter, Torf-Mosaikjungfer, Kleine Moosjungfer, Speerazurjungfer
Scheiden-Wollgras
Scheiden-Wollgras © Biologische Station Städteregion Aachen e.V.

In der Westeifel am Nordrand des Hohen Venns liegt in der Nähe von Monschau das Natura-2000-Gebiet Vennhochfläche bei Mützenich. Dieses 32 Hektar große Gebiet zeichnet sich durch einen hohen naturschutzfachlichen Wert mit sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten aus!

Das Schutzgebiet gliedert sich in zwei direkt an der belgischen Grenze befindlichen Flächen. Sie bestehen größtenteils aus renaturierten Moor- und Moorwaldflächen, in kleinen Teilen sind sie aktuell noch mit Fichtenforsten bepflanzt. Das Relief wird von natürlichen Geländevertiefungen geprägt. Diese Geländevertiefungen, auch "Palsen" genannt, sind Standorte einer teilweise sehr gut ausgeprägten Zwischenmoorvegetation, einschließlich der dazugehörigen Fauna.

Charakteristische Pflanzenarten sind zum Beispiel der Rundblättrige Sonnentau, das Scheidige Wollgras, die Moosbeere, der Fieberklee und zahlreiche seltene Torfmoose. Des weiteren wird die Landschaft durch relativ großflächige Vorkommen von Weiden-Birkengebüschen und Feuchtheiden strukturiert.

Bedingt durch entstandene Offenlandbereiche haben sich der Neuntöter und das Schwarzkehlchen als Brutvögel angesiedelt. Zur Zugzeit wurden Bekassinen, als Bewohner von Feuchtwiesen und Sumpfland, nachgewiesen. Zusätzlich zeichnet sich die Fauna der Zwischenmoore durch wertvolle Arten wie Speerazurjungfer und den Hochmoor-Perlmutterfalter aus.

Die Vennhochfläche bei Mützenich ist Bestandteil des Hohen Venns, ein Moor- und Moorheidekomplex, der sich überwiegend auf belgischem Staatsgebiet befindet.

Seit dem 17. Jahrhundert wurden die Moore im Hohen Venn entwässert, um den Torf als Brenn- und Einstreumaterial zu nutzen. Durch die anschließende großflächige Aufforstung mit Fichten im 19. und 20. Jahrhundert wurde zunehmend der Charakter der Naturlandschaft zerstört.

Die Biologische Station StädteRegion Aachen führte zusammen mit weiteren Institutionen innerhalb des Gebietes Vennhochfläche bei Mützenich umfangreiche Renaturierungsarbeiten unter anderem im Interreg-Projekt "Heiden & Moore“ durch. Die Schließung der Gräben und Entfernung der nicht-heimischen Fichtenanpflanzungen führte zur Regeneration der ursprünglichen Lebensräume. Bedrohter Tier- und Pflanzenarten konnten sich wieder ansiedeln und ausbreiten. Innerhalb des Gebiets befinden sich von der Biologischen Station StädteRegion Aachen installierte Informationstafeln, die Auskunft über Maßnahmen sowie Flora und Fauna erteilen.

Auf einen Blick

Beste Jahreszeit für einen Besuch

Frühjahr, Sommer, Herbst

Kontakt

Biologische Station Städteregion Aachen e.V.
Zweifaller Straße 162
52224 Stolberg
02402-126170
www.bs-aachen.de
info@bs-aachen.de

Biologische Station Städteregion Aachen e.V.

Downloads/Weitere Infos

Karten

Moor Route

Broschüren

Moor Route

Lage

Lage

Lage

Besucherzentrum

Besucherzentrum

Naturzentrum Ternell
Ternell 2/3
B-4700 Eupen
+32 (0)87-552313
www.ternell.be
info@ternell.be

Montags bis Freitags ist das Besucherzentrum von 12 - 13 Uhr geschlossen. 



Montag 10:00 bis 17:00 Uhr
Dienstag 10:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch 10:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 bis 17:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 17:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

Hauptzugang

Eupener Straße
52156 Monschau

Anfahrt

Ab Aachen HBF mit dem Bus SB63 Richtung Roetgen Post; von Roetgen Post aus mit der Linie 66 Richtung Parkhaus/Schmiede Monschau; von Parkhaus/Schmiede Monschau mit der Linie 85 Richtung Kalterherberg Oberdorf Monschau und an einer der unten genannten Haltestellen aussteigen.

 

Haltestellen Linie 385/85: Nahtsief, Mützenich Zoll, Mützenich Reichensteiner Straße, Mützenich Kirche, Mützenich Schiffenborn, Mützenich Alter Gerstenhof

Fahrrad fahren

Fahrradverleih

Monschau Touristik GmbH
Stadtstraße 16
52156 Monschau
02472-80480
www.monschau.de
touristik@monschau.de

Radweginformation

Flyer und Karte der Biologischen Station StädteRegion Aachen zur "Moor Route"

Wandern

Veranstaltungskalender der Biologischen Station Städteregion Aachen

 

www.wanderwege-nrw.de

 

www.muetzenich.net

 

Flyer und Karte Biologischen Station StädteRegion Aachen zur "Moor Route"

Essen & Trinken

Venngasthof Zur Buche
Im Brand 39
52156 Monschau
02472-1497
www.venngasthof-zurbuche.de
info@venngasthof-zurbuche.de

Gästehaus Zum Stehling
Eupener Straße 64
52156 Monschau
02472-8025884
www.zum-stehling.de
info@zum-stehling.de

Hotel Lindenhof
Laufenstraße 77
52156 Monschau
02472-4186
www.lindenhof.de
info@lindenhof.de

Übernachten

Venngasthof Zur Buche
Im Brand 39
52156 Monschau
02472-1497
www.venngasthof-zurbuche.de
info@venngasthof-zurbuche.de

Gästehaus Zum Stehling
Eupener Straße 64
52156 Monschau
02472-8025884
www.zum-stehling.de
info@zum-stehling.de‎

Hotel Lindenhof
Laufenstraße 77
52156 Monschau
02472-4186
www.lindenhof.de
info@lindenhof.de

Kultur / Touristik

Kultur

Burg Monschau
Auf dem Schloß 4
52156 Monschau
www.monschau.de

Eifeldom Kalterherberg
Malmedyer Straße
52156 Monschau
02472-80480
www.monschau.de
touristik@monschau.de

Touristik

Monschau Touristik GmbH
Stadtstraße 16
52156 Monschau
02472-80480
www.monschau.de
touristik@monschau.de

Route berechnen

Gebiete in der Nähe

Hochwasser © Biologische Station Städteregion Aachen e.V.

Der Oberlauf der Rur prägt mit seinen zahlreichen Seitenbächen, einer naturnahen Aue und ausgedehnten Tälern das Gebiet [...]

Der Oberlauf der Rur prägt mit seinen zahlreichen Seitenbächen, einer naturnahen Aue und ausgedehnten Tälern das Gebiet um Monschau. Die abwechslungsreiche Landschaft und die vielfältige Flora und Fauna machen dieses Gebiet zu einem Erlebnis. Vielfältige Blühaspekte im Frühling und eine schneebedeckte Mittelgebirgslandschaft im Winter sind nur zwei der vielen Höhepunkte, die der Oberlauf der Rur im Jahresverlauf zu bieten hat.

Blühende Narzissen © Biologische Station Städteregion Aachen e.V.

Das Perlenbach-Fuhrtsbachtal setzt sich aus zwei naturnah verlaufenden Mittelgebirgsbächen zusammen. Auf den extensiv [...]

Das Perlenbach-Fuhrtsbachtal setzt sich aus zwei naturnah verlaufenden Mittelgebirgsbächen zusammen. Auf den extensiv genutzten Grünlandflächen in den Talauen bietet sich besonders im Frühjahr ein besonderer Anblick, denn hier befindet sich das national größte Vorkommen der Gelben Narzisse auf artenreichen Bärwurzwiesen. Auch historisch ist das Gebiet interessant: Hier gab es Streitigkeiten um die Ernte der hier ehemals häufigen und für den Perlenbach namensgebenden Flussperlmuscheln.

Obersee Quelle © R. Stöwesand

Als Besonderheiten der Natur und Landschaft im Nationalpark Eifel sind die ausgedehnten, durch Buche und Trauben-Eiche [...]

Als Besonderheiten der Natur und Landschaft im Nationalpark Eifel sind die ausgedehnten, durch Buche und Trauben-Eiche geprägten, Laubwälder hervorzuheben. Auch Schluchtwälder mit Sommer-Linde, Berg-Ahorn und Berg-Ulme sowie Bachtäler mit Erlen-Eschen-Auenwäldern zählen zur natürlichen Waldlandschaft des Nationalparks. Laubwälder haben ihren räumlichen Schwerpunkt in der Nordhälfte des Nationalparks. Bedeutsam sind weiterhin das Feucht- und Nassgrünland in den Bachtälern, artenreiche magere Grünlandflächen (z. B. Narzissen- und Bärwurzwiesen, Goldhaferwiesen sowie Borstgrasrasen) in den Tälern und auf der Dreiborner Hochfläche sowie kleinflächige Zwischenmoore und zahlreiche Felsen mit Farnen, Flechten, Moosen und Zwergsträuchern.

Eingang Bohlenweg © Biologische Station Düren

Der Todtenbruch, ein wieder vernässter Moorstandort, ist Teil des FFH-Gebietes Wehebachtäler und Leyberg. Die Landschaft [...]

Der Todtenbruch, ein wieder vernässter Moorstandort, ist Teil des FFH-Gebietes Wehebachtäler und Leyberg. Die Landschaft ist geprägt durch Moorbirkenbruchwald, sowie baumfreie Areale mit Binsen, Seggen und Torfmoosen. Nach der Renaturierung des Gebiets (Entnahme von Fichten und Verschluss von Entwässerungsgräben) kommen hier hauptsächlich typische Moorpflanzen und -tiere vor. Über einen 1,5 km langen Bohlenweg kann das Gebiet bequem barrierefrei durchlaufen werden. Einige Schautafeln weisen auf die Entstehung des Moores und die vorkommende Tier- und Pflanzenwelt hin. 

Kermeter

17.4 km
Kleiber © Biologische Station im Kreis Euskirchen e.V.

Der Kermeter ist ein Bergrücken (bis 527,8 m über NN) in der Nordeifel, mit einem der größten zusammenhängenden [...]

Der Kermeter ist ein Bergrücken (bis 527,8 m über NN) in der Nordeifel, mit einem der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete des Rheinlands. Naturnahe Buchenwälder sind dominierend. Es stellt das Kerngebiet des Nationalparks Eifel dar. Ein Mosaik aus verschiedenen Landschaftstypen bietet vielen Tierarten mit hohen Arealansprüchen wie Uhu oder Wildkatze einen guten Lebensraum.